Wir nutzen als Subdienstleister für unsere KI-Funktionalitäten den europäischen Dienst Mistral (Mistral AI SAS). Eine Liste aller aktueller Subdienstleister finden Sie hier.
Dabei haben wir uns bewusst für einen europäischen Dienst entschieden. Der Grund ist nicht der Serverstandort, sondern die Rechtsordnung: US-Anbieter unterliegen dem CLOUD Act, unabhängig davon, in welchem Rechenzentrum die Daten liegen. Ein „EU-Region"-Häkchen ändert daran nichts. Die Rechtsgrundlage für transatlantische Datentransfers ist zudem historisch instabil: Safe Harbor und Privacy Shield wurden vom EuGH gekippt, und auch das aktuelle EU-US Data Privacy Framework steht nach jüngsten Entwicklungen in den USA wieder unter Druck.
Mit einem europäischen Anbieter entfällt die Drittlandproblematik in der Hauptverarbeitung - und damit ein erheblicher Teil des Prüfaufwands für Ihre Datenschutzbeauftragten.
Nachfolgend fassen wir die wichtigsten Punkte (für die Anzeigengenerierung) zusammen:
- Welche Löschfristen gelten: Für unseren Zugang ist Zero Data Retention aktiviert. Damit speichert Mistral Ein- und Ausgaben nicht über das zur Antworterzeugung Notwendige hinaus. Damit entfällt das ansonsten geltende 30-tägige Missbrauchserkennungs-Fenster. Es gibt beim Anbieter also keine Löschfrist im eigentlichen Sinn, weil keine Persistenz entsteht. Innerhalb unserer Anwendung MHMeRECRUITING werden werden Prompt und Antwort in die Logs geschrieben.
- Wie sehen die Regelungen zu Urheberrechten aus: Rechte am Input bleiben bei Ihnen, der Output gehört Ihnen, und Mistral tritt etwaige eigene Rechte am Output ausdrücklich ab. Rechtlich einordnend (Achtung: MHM HR erbringt zu keinem Zeitpunkt eineRechtsberatung): Ein rein KI-generierter Text ist nach § 2 Abs. 2 UrhG kein urheberrechtlich geschütztes Werk, weil die persönliche geistige Schöpfung fehlt. Praktisch heißt das zweierlei - Sie können frei verwerten, der Text ist aber auch nicht gegen Nachahmung geschützt. Schutz entsteht erst über den menschlichen Bearbeitungs- und Auswahlanteil, was für die redaktionelle Freigabe zusätzlich spricht. Zwei Einschränkungen: Mistral gibt keine Zusage, dass Outputs einzigartig sind - identische oder ähnliche Ergebnisse bei anderen Nutzern sind möglich, weshalb wir bei Slogans und Employer-Branding-Claims eine Prüfung empfehlen.
- Können die Texte frei kommerziell genutzt werden: Ja, uneingeschränkt: Karriereseite, Jobbörsen, Print, Social, ohne Lizenzgebühr und ohne Namensnennungspflicht. Grenzen sind die allgemeine Rechtstreue und die Usage Policy, plus zwei konkrete Punkte: Outputs dürfen nicht so dargestellt werden, als seien sie von einem Menschen erstellt, und es dürfen nicht absichtlich Inhalte „im Stil von" geschützten Inhalten Dritter erzeugt werden. Wenn Sie eigene geschützte Texte als Input einspeisen (z. B. Agentur-Texte), müssen Sie die Rechte daran haben.
- Welches Modell wird verwendet: Wir verwenden das Modell mistral-medium-2604.